Weihnachtsmannfreie Homepage

22.12.2008 von André Bräkling
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Ich bin glücklicherweise noch nicht zu alt, um mich an meine eigene Kindheit zu erinnern. Natürlich war der Dezember die schönste Zeit des Jahres, wurde man doch, wenn man im Laufe des Jahres schön brav war, am 6. von St. Nikolaus und am 24. vom Christkind beschenkt beehrt. Doch die Zeiten haben sich geändert… und immer öfter frage ich mich, ob ich der Einzige bin, der sich noch daran erinnert. Nikolaus und Christkind werden mittlerweile in Personalunion vom Weihnachtsmann vertreten, quasi als Felix Magath der Weihnachtszeit.

Der Nikolaus ist dabei noch gut weggekommen, immerhin wird er noch Nikolaus genannt. Man hat lediglich den Bischof durch den rundlichen Limonadenvertreter mit Zipfelmütze ersetzt. Vom Christkind hingegen wird kaum noch gesprochen – am 24. kommt der Weihnachtsmann nach Anreise mit seinem Rentierschlitten durch den Kamin in die Wohnzimmer. Zusätzlich bereist er in der Weihnachtszeit die Städte in einem Werbetruck für koffeinhaltige Limonade.

Nun mag man meinen, dass es doch letztlich egal sei, wer denn an Nikolaus/Weihnachten den guten und den bösen Kindern bringt, was sie verdienen. Aber der Weihnachtsmann unterscheidet sich von den klassischen Figuren darin, dass er lediglich ein Symbol des weihnachtlichen Schenkens ist. Dagegen stehen der Nikolaus und das Christkind für Werte, allen voran die Nächstenliebe, d.h. sie bringen uns weit mehr als Geschenke.

Aus diesm Grund ist die Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken unter dem Titel “Weihnachtsmannfreie Zone” alles andere als verkehrt. Ich habe nichts gegen die schönen Weihnachtsmärchen rund um den Weihnachtsmann, aber ich möchte weder den Nikolaus noch das Christkind gegen ihn eintauschen. Informationen zur Aktion und insbesondere zur Person des Heiligen Nikolaus findet ihr auf weihnachtsmannfreie-zone.de.

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