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		<title>Google Analytics nun auch mit anynomizeIP-Möglichkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 20:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Bräkling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der ganzen StreetView-Debatte scheint Google&#8217;s Analytics zur Zeit etwas in Vergessenheit zu geraten, obwohl dieser Dienst auch schon große Empörungswellen aus den Reihen der Datenschützer provozieren konnte. Nun beginnt Google aber mit ersten Nachbesserungen, wie u.a. das GoogleWatchBlog meldet, wodurch der Dienst auch für deutsche Webmaster wieder interessanter werden könnte. Ich selbst nutze z.B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der ganzen StreetView-Debatte scheint Google&#8217;s Analytics zur Zeit etwas in Vergessenheit zu geraten, obwohl dieser Dienst auch schon große Empörungswellen aus den Reihen der Datenschützer provozieren konnte. Nun beginnt Google aber mit ersten Nachbesserungen, wie u.a. das <a href="http://www.googlewatchblog.de/2010/05/25/google-erhoeht-datenschutz-von-analytics-gekuerzte-ip-adressen-und-opt-out/">GoogleWatchBlog</a> meldet, wodurch der Dienst auch für deutsche Webmaster wieder interessanter werden könnte. Ich selbst nutze z.B. seit längerer Zeit <a href="/web-development/1240-piwik-lokale-analytics-alternative.html">Piwik</a>, um mich nicht mit den Bedenken zu Analytics herumschlagen zu müssen.<span id="more-3105"></span></p>
<p>Was hat Google jetzt verändert? Zunächst einmal kann sich jeder Nutzer ein <strong>Plugin</strong> für den Internet Explorer, Firefox oder Chrome herunterladen, dass die Ausführung des Tracking Codes verhindert. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Opt-Out, d.h. man geht quasi von der Zustimmung des Nutzers aus, solange dieser nicht explizit widerspricht (also das Plugin installiert). Eine recht fragwürdige und in meinen Augen recht sinnfreie Methode. Sorgen zu möglicherweise ungenaueren Ergebnissen sollten sich Analytics nutzende Webmaster aber nicht machen&#8230; denn diese hätte man dann schon haben müssen, als die ersten &#8220;allgemeinen&#8221; Skriptblocker erschienen.</p>
<p>Interessanter ist aber die Möglichkeit, nun die <strong>IP-Adresse</strong> durch Löschen des letzten Oktetts zu anonymisieren, wie dies auch <a href="/web-development/3032-piwik-0-5-5-mit-anonymizeip-plugin.html">die neueren Piwik-Versionen schon bieten</a>. Dazu muss der Webseitenbetreiber seinen Tracking Code auf jeder Unterseite um diese Zeile ergänzen (für das <a href="http://www.timoaden.de/2009/12/asynchrones-tracking-mit-google.html">asynchrone Tracking</a>):</p>
<blockquote><p>_gat._anonymizeIp();</p></blockquote>
<p>Mangels Analytics-Nutzung kann ich diese einfach nur zu ergänzende Zeile nicht als 100% richtig bestätigen&#8230; wenn es jemand ausprobiert hat, würde ich mich über Detailinfos zur Umsetzung freuen.</p>
<p>In früheren Artikeln habe ich bereits beschrieben, was die <a href="/web-development/2758-mal-wieder-piwik-und-anonymisierte-ips.html">Anonymisierung für die Daten bedeutet</a>, und was <a href="/web-development/3092-ldi-nrw-ip-adressen-loschen-des-letzten-oktetts-ausreichend.html">die Datenschützer dazu sagen</a>.</p>
<p>Einziges Problem: Die Daten werden weiterhin zunächst an das US-Unternehmen Google transportiert. Was dort geschieht, wann die IP tatsächlich anonymisiert wird und vieles mehr können wir natürlich nicht beurteilen. Wenn möglich empfehle ich euch daher weiterhin eine lokale Alternative, denn dann könnt ihr selbst für die Sicherheit der Daten eurer Besucher garantieren.</p>
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</ul>

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		<title>LDI NRW &#8211; IP-Adressen: Löschen des letzten Oktetts ausreichend</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 14:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Bräkling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich war es soweit: Piwik hat endlich eine Möglichkeit zur Anonymisierung von IP-Adressen an Bord. Das AnonymizeIP-Plugin entfernt je nach Konfiguration einzelne Abschnitte (Oktette) der IP und soll so den Datenschutz sicherstellen. Aber es bleiben natürlich Fragen offen, z.B. wieviele Oktette müssen gelöscht werden, damit die Speicherung datenschutzrechtlich unbedenklich ist? Dürfen weitere Daten, wie Browser, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.braekling.de/wp-content/uploads/schloss-150x150.jpg" alt="" title="Ausschnitt aus &quot;Burgwächter Schloss mit Schlüssel&quot;" width="150" height="150" class="alignleft border1 size-thumbnail wp-image-1283" />Kürzlich war es soweit: <a href="/web-development/3032-piwik-0-5-5-mit-anonymizeip-plugin.html" title="Piwik 0.5.5 mit AnonymizeIP-Plugin">Piwik hat endlich eine Möglichkeit zur Anonymisierung von IP-Adressen an Bord</a>. Das AnonymizeIP-Plugin entfernt je nach Konfiguration einzelne Abschnitte (Oktette) der IP und soll so den Datenschutz sicherstellen. Aber es bleiben natürlich Fragen offen, z.B. wieviele Oktette müssen gelöscht werden, damit die Speicherung datenschutzrechtlich unbedenklich ist? Dürfen weitere Daten, wie Browser, Auflösung usw., nach wie vor erhoben werden? Was ist grundsätzlich mit eingebundenen Diensten von Drittanbietern (Werbung, Counter, Voting-Buttons, &#8230;)? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, habe ich eine Mail an den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) geschickt und nun eine Antwort erhalten.<span id="more-3092"></span></p>
<p>Bevor ich die Antwortmail zitiere, möchte ich hier die wichtigsten Aussagen sinnwahrend zusammenfassen:</p>
<ol>
<li>Die Verwendung von &#8220;eigenen&#8221; Analysewerkzeugen (also z.B. ein Piwik auf dem eigenen Webspace) ist begrüßenswert.</li>
<li>Bei Verfremdung des letzten Oktetts kann bereits von einer ausreichenden Verfremdung ausgegangen werden.</li>
<li>Die Speicherung der vom Browser gesendeten Daten (Auflösung, System, etc.) ist unbedenklich, da die Daten nicht personenbezogen sind.</li>
<li>Bei Einbindung von Diensten Dritter ist man als Webmaster dafür verantwortlich, sich über deren Umgang mit Daten zu informieren und entsprechend zu reagieren.</li>
</ol>
<p>Da die &#8220;Nullung&#8221; des letzten Oktetts <a href=/web-development/2758-mal-wieder-piwik-und-anonymisierte-ips.html" title="Mal wieder: Piwik und anonymisierte IPs">für GeoIP-Verfahren keine wesentlichen Nachteile bringt</a>, scheint es sich also um einen wirklich annehmbaren Kompromis zu handeln. Mit dieser Lösung sollte wirklich jeder Leben können. Vorsicht ist aber bei Drittanbietern geboten &#8211; da sollte man sich seiner Sache wirklich sicher sein. Aber mal ehrlich: Auf der anderen Seite ist es ja auch im Interesse des Webmasters, wenn er nur mit seriösen Partnern zusammenarbeitet.</p>
<p>Hier nun die Mail. Da nicht auf meine Frage eingegangen wurde, ob ich die Mail veröffentlichen darf, habe ich den Namen des Absenders, die Mailadresse und auch den Sendezeitpunkt entfernt. Rückfragen aus den Kommentaren leite ich natürlich gerne weiter. Ansonsten könnt ihr euch auch auf <a href="https://www.ldi.nrw.de">der Webseite des LDI NRW umschauen</a> und selbst Kontakt aufnehmen.</p>
<blockquote><p>
Sehr geehrter Herr Bräkling,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Mail vom 25.03.2010, mit der Sie bezugnehmend auf die datenschutzrechtliche Diskussion über Google Analytics Fragen zu Vorkehrungen haben, um den Ansprüchen des Datenschutzes zu genügen.</p>
<p>Es ist sehr erfreulich, dass Sie als Webmaster den Datenschutz bei Ihren Diensten sicherstellen möchten. </p>
<p>Die Verwendung von Analysewerkzeugen, die die gesammelten Nutzerdaten ausschließlich bei den jeweiligen Webmaster belässt und nicht an Dritte überträgt, ist aus datenschutzrechtlicher Sicht sehr zu begrüßen. </p>
<p>Hinsichtlich Ihrer Frage zur Anonymisierung der IP-Adressen der Webseitenbenutzer kann bereits von einer ausreichenden Verfremdung ausgegangen werden, wenn die letzte Stelle der IP-Adresse verfremdet ist.</p>
<p>Ferner bestehen bezüglich der Speicherung weiterer vom Browser des Nutzers übermittelter Daten wie Betriebssystem, Auflösung etc. keine datenrechtlichen Bedenken, da diese keine personenbezogenen Daten sind. </p>
<p>Zu Ihrer Frage der datenschutzrechtlichen Gegebenheiten für den  Fall, dass Dienste von Drittanbietern in die eigene Seite eingebunden sind, bleibt es bei dem Grundsatz, dass ein Webseitenbetreiber für den Datenschutz auf seiner Seite verantwortlich ist. Das bedeutet, dass der Anbieter sich grundsätzlich immer über die Datenverwertung der Drittanbieter informieren und gegebenenfalls die datenschutzrechtlichen Aspekte beachten muss.  </p>
<p>Ich hoffe, dass ich Ihnen Ihre Frage beantworten konnte. Für den Fall, dass weiterhin Unklarheiten bestehen, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
[Absendername entfernt]
</p></blockquote>
<p>Ich hoffe, dass diese Antwort auch euch weiterhelfen kann. Viel Erfolg beim datenschutz-konformen Analysieren!</p>
<p><em>Bildquelle des Aufmachers: Ursprungsbild von Sebastian Hartlaub. Lizenz: siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Burgwaechter_Schloss_mit_Schluessel.JPG">Wikipedia</a>.</em></p>
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</ul>

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		<title>Piwik 0.5.5 mit AnonymizeIP-Plugin</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 14:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Bräkling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Version 0.5.5 der Open Source Analyse-Lösung Piwik ist erschienen und bringt (wie angekündigt) erstmals das AnonymizeIP-Plugin mit. Folglich kann man das Speichern vollständiger IPs nun mit Bordmitteln, statt wie bisher durch einen Eingriff im Code, unterbinden. Aber vorsicht: Das IP-Problem ist überwiegend ein deutsches Problem und damit für die meisten Piwik-Nutzer belanglos. Aus diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Version 0.5.5 der Open Source Analyse-Lösung <a href="http://www.piwik.org" title="Piwik">Piwik</a> ist erschienen und bringt (wie <a href="/web-development/2828-piwik-und-ip-adressen-das-happy-end.html" title="Piwik und IP-Adressen: Das Happy End">angekündigt</a>) erstmals das AnonymizeIP-Plugin mit. Folglich kann man das Speichern vollständiger IPs nun mit Bordmitteln, statt wie bisher durch einen <a href="/web-development/2758-mal-wieder-piwik-und-anonymisierte-ips.html" title="Mal wieder: Piwik und anonymisierte IPs">Eingriff im Code</a>, unterbinden.<span id="more-3032"></span></p>
<p>Aber vorsicht: Das IP-Problem ist überwiegend ein deutsches Problem und damit für die meisten Piwik-Nutzer belanglos. Aus diesem Grund ist das Plugin <strong>nicht</strong> automatisch aktiviert, sondern muss erst selbst eingeschaltet werden. Immerhin reicht es aber, diese Einstellung einmalig vorzunehmen, während die Änderung im Code mit jedem Update neu fällig wurde. </p>
<p>Zum Aktivieren klickt ihr einfach oben rechts in eurem Piwik (im Piwik selbst, nicht bei WP-Piwik!) auf <em>Einstellungen</em> und aktiviert das Plugin <em>AnonymizeIP</em> in der Liste:</p>
<p><img src="http://www.braekling.de/wp-content/uploads/piwik_plugins.jpg" alt="Piwik Plugin Übersicht: AnonymizeIP" title="Piwik Plugin Übersicht: AnonymizeIP" width="670" height="365" class="border1 size-full wp-image-3033" /></p>
<p>Um das Plugin zu konfigurieren müsst ihr aber dann doch noch den Code-Editor eurer Wahl hervorkramen. In der Default-Einstellung entfernt Piwik lediglich das letzte Oktett der IP. Dadurch ist die IP z.B. noch für GeoIP zu gebrauchen, aber ob diese kleine Verfremdung den Datenschützern ausreicht, ist unklar. In der Datei</p>
<div class="codecolorer-container text default" style="overflow:auto;white-space:nowrap;border:1px solid #9F9F9F;width:435px;"><table cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr><td style="padding:5px;text-align:center;color:#888888;background-color:#EEEEEE;border-right: 1px solid #9F9F9F;font: normal 12px/1.4em Monaco, Lucida Console, monospace;"><div>1<br /></div></td><td><div class="text codecolorer" style="padding:5px;font:normal 12px/1.4em Monaco, Lucida Console, monospace;white-space:nowrap">config/global.ini.php</div></td></tr></tbody></table></div>
<p>könnt ihr selbst einstellen, wieviele Oktette verfremdet werden sollen, wenn ihr einfach folgende Zeile sucht und anpasst:</p>
<pre class="code">
ip_address_mask_length = 1
</pre>
<p>Für normale IPv4-Adressen könnt ihr Werte zwischen 0 (deaktiviert) und 4 (komplette IP &#8220;nullen&#8221;) eintragen. Probleme mit dem korrekten Tracking solltet ihr auch bei stark bis ganz verfremdeten IPs nicht haben, da Piwik intern mit einem Hash arbeitet, um Besucher wiederzuerkennen. Siehe dazu auch <a href="/web-development/2758-mal-wieder-piwik-und-anonymisierte-ips.html#comment-2790" title="Mal wieder: Piwik und anonymisierte IPs">die Diskussion in den Kommentaren zum Beitrag &#8220;Mal wieder: Piwik und anonymisierte IPs&#8221;</a>.</p>
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		<item>
		<title>Piwik &#8211; Lokale Analytics-Alternative</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 10:16:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In meinem letzten WP-Plugin-Artikel erwähnte ich, dass die Nutzung von Akismet problematisch sein könnte, da die Daten der Kommentatoren mit jedem Kommentar zur Überprüfung in die USA übermittelt werden. Ähnlich sieht es mit Google Analytics aus, werden hier doch die Daten jedes Besuchers ins Obamaland geschickt. Ich kann als Nicht-Jurist nun nicht einschätzen, ob es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.braekling.de/wp-content/uploads/piwik_screen.gif" alt="Piwik 0.2.37 Screenshot" title="Piwik 0.2.37 Screenshot" width="600" height="138" class="aligncenter size-full wp-image-1241" /></p>
<p>In meinem letzten <a href="/2009/05/30/zwolf-tolle-wordpress-plugins/">WP-Plugin-Artikel</a> erwähnte ich, dass die Nutzung von Akismet problematisch sein könnte, da die Daten der Kommentatoren mit jedem Kommentar zur Überprüfung in die USA übermittelt werden. Ähnlich sieht es mit Google Analytics aus, werden hier doch die Daten jedes Besuchers ins Obamaland geschickt. Ich kann als Nicht-Jurist nun nicht einschätzen, ob es hier wirklich ein Problem gibt. Auch möchte ich nicht grundsätzlich von den genannten Diensten abraten, zudem sind noch viele weitere Angebote (z.B. Google Adsense) betroffen. Stattdessen möchte ich an dieser Stelle eine Alternative vorstellen, die sich leicht auf dem eigenen Webserver installieren lässt und so das Problem umgeht.<span id="more-1240"></span></p>
<h3>Installation</h3>
<p><a href="http://piwik.org/">Piwik</a> nennt sich das Webanalyse-Programm, dass als Open Source frei unter der GPL verfügbar ist. Die Installation geht leicht von der Hand. Nachdem das Archiv auf dem Server entpackt wurde, führt ein Webdialog bequem durch die Konfiguration und informiert auch über eventuell zu setzende Verzeichnisrechte. Zur Benutzung von Piwik benötigt man PHP ab Version 5.1.3 mit PDO (MySQL) und MySQL ab Version 4.1. Nun kann man Accounts erstellen und Webseiten eintragen. Zur Datenmessung muss, vergleichbar zum Google-Dienst, ein JavaScript in die einzelnen Unterseiten der Webseiten eingebunden werden.</p>
<h3>Genauigkeit der Zahlen</h3>
<p>Zunächst habe ich Piwik eine zeitlang parallel zu Analytics laufen lassen, um die gemessenen Besucherzahlen zu vergleichen. Dabei ist aufgefallen, dass die Piwik-Werte leicht höher liegen. Eine Ursache dafür kann man lediglich mutmaßen, beispielsweise könnte Analytics mehr Bots erkennen und nicht mitzählen. Aber vielleicht entsteht die Differnz auch überwiegend durch Nutzer, die Analytics per AdBlock oder ähnlichen Plugins grundsätzlich aussperren. Immerhin kann man sagen, dass die freie Lösung nicht wahllos jeden Hit erfasst, sprich dass sie durchaus brauchbare Zahlen liefert.</p>
<h3>Erfasste Daten</h3>
<p>Was die erfassten Daten angeht, kann Piwik durchaus mit Analytics mithalten. Neben den Besucherzahlen werden auch die Nutzerkonfigurationen, Herkunft, verweisende Websites, Suchmaschinen, Keywords, Aufenthaltszeiten und vieles mehr erfasst. Auch eine Erkennung wiederkehrender Besucher wurde berücksichtigt.</p>
<h3>Bedienung</h3>
<p>In Sachen Bedienung fühlt sich Piwik noch recht unrund an. Die Startseite kann via Widgets frei gestaltet werden, lässt aber noch einige Wünsche offen. So versuche ich seit geraumer Zeit verzweifelt ohne Programmieraufwand eine Anzeige der Daten der letzten 30 Tage mit einem tageweisen Verlaufsgraph anzuzeigen. Halt vergleichbar zur Analytics-Startseite. Über Tipps würde ich mich sehr freuen! Da es sich aber derzeit erst um die Version 0.2.37 handelt, habe ich hier noch große Hoffnung auf Besserung.</p>
<h3>Modularität</h3>
<p>Piwik kann problemlos mit Plugins erweitert werden. Zudem bietet die Software Widgets zur Gestaltung des eigenen Dashboards und zur Einbindung auf anderen Webseiten. Abgerundet wird das Angebot durch eine umfangreiche API. Wer ein wenig Programmieraufwand nicht scheut, kann also notfalls Bedienungsunzlänglichkeiten über eigene Entwicklungen ausgleichen&#8230; oder natürlich das System erweitern. Die Community hinter dem Projekt freut sich <a href="http://piwik.org/contribute/">über jede Hilfe</a>, auch die deutsche Übersetzung kann noch etwas Feinschliff vertragen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es ist klar zu erkennen, dass sich Piwik noch in einem recht frühen Entwicklungsstadium befindet. Nichtsdestotrotz handelt es sich bereits um eine ernstzunehmende Lösung zur Webanalyse, die auf dem eigenen Server betrieben werden kann. Wer etwas eigenen Aufwand nicht scheut, sollte sich das Projekt auf jeden Fall einmal anschauen. Allen anderen rate ich zunächst zu einem Blick auf die <a href="http://piwik.org/demo/">Online Demo</a>.</p>
<h3>Wichtige Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://piwik.org/">Piwik-Homepage</a></li>
<li><a href="http://piwik.org/demo/">Online Demo</a></li>
<li><a href="http://piwik.org/blog/">Blog</a></li>
<li><a href="http://dev.piwik.org/trac/query?status=new&#038;status=assigned&#038;status=reopened&#038;milestone=Third+Party+Piwik+Plugins&#038;order=priority">Third Party Plugins</a></li>
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		<title>IP-Adressen doch keine personenbezogenen Daten?</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 08:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Bräkling</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im März 2007 versetzte ein <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/urteil-vorratsspeicherung-von-kommunikationsspuren-verboten/" target="_BLANK">Urteil des Amtsgerichts Berlin (Mitte)</a> deutsche Webseitenbetreiber in Aufruhr. Demnach soll es sich bei IP-Adressen um personenbezogene Daten handeln, wodurch diese z.B. nicht ohne Zustimmung des Nutzers gespeichert werden dürfen. Eine praktische Umsetzung dieses Urteils birgt natürlich viele Probleme, wird die IP-Adresse doch normalerweise per Default von den Servern in Protokollen festgehalten. Außerdem müssten viele Dienste, wie einfache Umfragen, so umgestellt werden, dass der Nutzer seine Zustimmung zur Speicherung der IP gibt. Glücklicherweise hat man in München eine <a href="http://www.heise.de/newsticker/Gericht-IP-Adressen-sind-keine-personenbezogenen-Daten--/meldung/117168" target="_BLANK">andere Auffassung der Sachlage</a>.<span id="more-340"></span></p>
<p>Dort hat man sich anscheinend besser mit der Thematik auseinandergesetzt, denn anders ist für mich die Berliner Entscheidung nicht zu erklären. In München erkannte man, dass der Betreiber einer besuchten Webseite anhand der IP-Adresse keinen Personenbezug herstellen kann. Zwar kann der Zugangsprovider IP und Nutzer einander zuordnen, jedoch darf dieser die Daten nicht an den Webseitenbetreiber weitergeben. Da also diese Möglichkeit der Identifizierung illegal sei, könne sie nicht relevant für die Frage des Personenbezugs sein.</p>
<p>Natürlich wird die Gesamtsituation für Webmaster dadurch noch nicht klarer &#8211; jetzt existieren einfach zwei gegenteilige Urteile. Bleibt zu hoffen, dass man sich irgendwann auf übergeordneter Ebene der Münchener Sichtweise anschließt. Ansonsten wäre der Schaden für das WWW (in Deutschland) wohl kaum abzusehen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Bereits vor zwei Tagen hat sich Telemedicus ausführlich mit dem Thema <a href="http://www.telemedicus.info/article/1000-AG-Muenchen-IP-Adressen-keine-personenbezogenen-Daten.html" target="_BLANK">befasst</a>. Auf jeden Fall lesenwert, inkl. Kritik.</p>
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