28
Vor einiger Zeit habe ich (ganz bewußt auf provokative Art) schon darauf hingewiesen, dass alle Bemühungen für den Datenschutz sinnlos sind, solange die Menschen nach ihrer fröhlichen Datenschutzdemo inkl. “Afterglow Event” erstmal aktuelle Fotos, Stimmungslagen und alle weiteren persönlichen Details im Internet verbreiten. Ähnliches habe ich auch schon zur Chrome-Debatte geschrieben.
Heise unterstützt meinen Eindruck nun durch einen Bericht mit Zahlen einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Offensichtlich verkennen gerade Jugendliche die Gefahren, die mit der Veröffentlichung persönlicher Daten und Bilder einhergehen – ein klares Indiz dafür, dass das Thema “Medienkompetenz” einen deutlich höheren Stellenwert im Bildungssektor einnehmen muss.
Die eigentlich berechtigte Aufregung über einen möglichen “Bundestrojaner” erscheint paradox, wenn bereits Accounts bei den entsprechenden Community-Systemen einen problemlosen Zugriff auf sensible Daten ermöglichen.
Der Bericht über die Studie bei Heise:
Studie: Gefahr durch Online-Communities wird unterschätzt – heise online
Hier gibt es die vollständige Studie (72 Seiten) als PDF-Download:
JIM 2008
Bildquelle: Cover der “JIM 2008″-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest
Weitere Artikel zum Thema: 28.11.2008 - Trackback - Druckversion
Dies ist mein Blog, auf dem ich unter anderem über Usability, Development, Webdesign und Kommunikation schreibe.
Kommentar schreiben
Kommentare auf Braekling.de per RSS-Feed verfolgen