[Update] Wozu fehlende Quellenangaben führen können
11.02.2009 von André BräklingEs ist nur wenige Tage her, da habe ich mich doch sehr darüber gewundert, dass die Angabe der Quellen für professionelle Journalisten angeblich eher ungewöhnlich ist. Nun muss ich mich korrigieren: Es scheint bei Profis tatsächlich unüblich zu sein, die zugehörige Quelle zu nennen. Aber im aktuellen Fall hätte dadurch ein medialer Teufelskreis verhindert werden können.
So hat ein Spaßvogel dem von vielen Vornamen geprägten Namen unseres neuen Wirtschaftsministers in der Wikipedia einfach den zusätzlichen Vornamen “Wilhelm” hinzugefügt. Eigentlich eine harmlose Geschichte, aber der neue Name tauchte plötzlich in verschiedensten professionellen Medien auf. Bei Wikipedia hingegen schien so mancher skeptisch zu sein und fragte nach Quellen für den vollständigen Namen. Diese waren natürlich bei den genannten Profis schnell zu finden… und schon war die mediale Neutaufe erfolgt.
Um Aufklärung bemüht sich nun das BILDblog, wo sich der Scherzkeks selbst erklärt. Eine wirklich lesenswerte Geschichte, die zudem meine Meinung über die Wichtigkeit von Quellenangaben untermauert.
Vielleicht liegt diese Meinung aber nicht nur darin begründert, dass ich ein unprofessioneller Blogger bin, sondern auch darin, dass ich noch zu den Magisterstudenten zähle, statt ein angehender Bachelor oder Master zu sein. Zumindest wenn man dem Zitat bei mmyNews (via @jaxxo) glauben schenken kann. Übrigens: Zur Zitierfähigkeit der Wikipedia habe ich auch schonmal was geschrieben.
Update: So geht man übrigens bei BILD.de mit dem Fauxpas um – “Minister Guttenberg erklärt seine vielen Vornamen“:
7./8./9. Philipp Wilhelm Franz: “Philipp Franz ist mein Großonkel. Er ist an der Ostfront in Russland gefallen. Den Namen ‘Wilhelm’ habe ich in Wirklichkeit gar nicht.”
Kein Wort zum gestrigen Titel der BILD.
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