Bruno Kammerls Wasserrutsche

08.08.2009 von André Bräkling
t3n Social News  

Megawoosh - Virale Kampagne von Microsoft

Megawoosh sollte das große Projekt des Bruno Kammerl werden. Mit Softslide hatte er eine Methode entwickelt, die den Reibungswiderstand unterschiedlicher Materialien nahezu gegen null reduzieren sollte. Damit wollte er dann mit riesigen, Megawoosh getauften Wasserrutschen in die Tourismusbranche einsteigen. Aber daraus wurde nichts: Bruno Kammerl und seine Technik entpuppten sich als Fake.

Insbesondere das spektakuläre Testvideo zur neuen Wasserrutsche verbreitete sich rasend im Internet und erreichte sogar die Fernsehstationen. Obwohl bereits jeder einen Fake vermutete, steigerte sich die Neugier ins Unermessliche. Kein Wunder, denn die Macher haben sich wirklich Mühe gegeben. So verfügte Bruno neben einem Facebook- und Xing-Profil auch über eine Webseite, auf der er neben seiner Idee einen Projektplan, einen Businessplan und sogar Sponsoren vorstellte.

Wer den Hype verpasst haben sollte, kann sich hier das Video zum genannten Testlauf ansehen:

Doch wer steckte hinter der gelungenen Viral-Kampagne? Niemand geringerer als der Softwareriese Microsoft. Unter dem Motto “Denkbar. Machbar. Planbar.” wirbt die deutsche Vertretung der Redmonder mit Bruno Kammerl für das hauseigene Officepaket, insbesondere für Microsoft Office Project 2007: “Mach es machbar – mit Microsoft Office Project 2007″.

Somit bleibt für Microsoft folgendes Fazit auf der ehemaligen Megawoosh-Projektseite:

Den Mann ohne Angst vor großen Ideen – gibt es ihn wirklich?
Auch wenn Bruno Kammerl eine Erfindung bleibt. Die Zeit ist reif für neue Helden.

Die besten Pläne werden erst noch geschmiedet:
Mit Microsoft Office Project 2007.

Mit Hilfe der MRM Worldwide GmbH, Okifilms und der Elbkind GmbH hat Microsoft eine virale Marketingkampagne geschaffen, die ihresgleichen sucht. Zumindest ist mir keine solche Kampagne bekannt, die so schnell Verbreitung bis ins Fernsehen gefunden hat.

Ich bin gespannt, was MS sich als Nächstes ausdenkt… und ob die Konkurrenz mit eigenen Ideen zurückschlagen wird.

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