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Herzlich willkommen!

André BräklingDies ist mein Blog, auf dem ich unter anderem über Usability, Development, Webdesign und Kommunikation schreibe.
Zur Zeit steuere ich auf das Ende meines Studiums im Studiengang Technik-Kommunikation an der RWTH Aachen zu und arbeite nebenher als Webentwickler.

Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!

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Freie Lizenzdiskussionen15

Wer sogenannte “freie Software” einsetzt, schlägt sich meist nicht lange mit Lizenzen und Richtlinien herum. Das ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass in diesem Softwaresektor oft auf “freie Standardlizenzen” gesetzt wird, und dass die wichtigste Richtlinie häufig darin besteht, die Software weiterzuempfehlen. Aber gerade in diesem Bereich kommt es immer wieder zu richtig großen Verwirrungen. Wie Golem berichtet legt die Mozilla Corporation trotz aller Freiheiten großen Wert auf das Recht an der eigenen Marke.

Bereits Debian bekam dadurch Probleme: Die Änderungen am mitgelieferten Firefox waren groß genug, um laut Mozillas Markenrechtsbestimmungen nicht mehr den Namen und das Logo “Firefox” tragen zu dürfen. Abhilfe konnte man schnell schaffen: Der Firefox firmiert unter Debian nun als Iceweasel.

Weniger problematisch ist die Sache jedoch bei der jetzigen Meldung über Firefox in der Debain-basierten Ubuntu-Distribution: Hier verlangt Mozilla lediglich die Anzeige der Endnutzerlizenzbestimmungen beim ersten Programmstart. Dies wird Ubuntunutzer jetzt ab Version 8.10 erwarten.

Mir persönlich erschließt sich nicht, wo genau das Problem an diesem Detail liegt. Die Anzeige der “EULA” bei der Erstnutzung (bzw. Installation) eines Programms ist üblich und meiner Meinung nach auch absolut richtig. (Sonst wüsste ich ja z.B. nicht, wie oft ich mein als Original erworbenes Spore nutzen darf…) Auch Mozillas Empfindlichkeit in Bezug auf die eigene Marke ist klar: So zeigen die üblichen Diskussionen über Microsoft oder auch die relativ jungen Diskussionen über Google, dass bei der Bewertung diverser Software der Ruf und der Sympathiewert einer Marke wichtiger sind als Idee und Qualität.

Ich bin somit darauf vorbereitet nach Upgrade auf Ubuntu 8.10 einmal die Firefox-EULA zu Gesicht zu bekommen. Falls sich jemand mit diesem Gedanken nicht anfreunden kann, so steht Alternativ der ABrowser zur Verfügung – eine Firefox-Variante ohne Markenbranding. Die freie Wahl bei freier Software. Ist es nicht schön?

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