Google will vor dem Versand peinlicher Mails schützen
von André BräklingAnscheinend bringt sich “Google Mail”-Entwickler Jon Perlow gerne in peinliche Situationen, hevorgerufen durch im Nachhinein bereute SMS oder E-Mails mit Liebesbotschaften. Um den Nutzern von Googles Maildienst soetwas zukünftig zu ersparen, hat er das Feature “Mail Goggles” entwickelt.
Zunächst hielt ich die Meldung bei Golem.de für einen Scherz, doch im GoogleWatchBlog wird sogar erwähnt, dass man die Funktion bereits aktivieren kann. Als deutscher Nutzer muss man jedoch die Sprache der Oberfläche auf Englisch (US) umschalten, damit man unter Einstellungen die “Google Labs”-Features einsehen und aktivieren kann. Dort findet sich die neue Schutzfunktion mit folgender Beschreibung:
Google strives to make the world’s information useful. Mail you send late night on the weekends may be useful but you may regret it the next morning. Solve some simple math problems and you’re good to go. Otherwise, get a good night’s sleep and try again in the morning. After enabling this feature, you can adjust the schedule in the “General” settings page.
Wie funktioniert es? Man definiert einen Zeitbereich, in dem Mail Goggles aktiviert sein soll, z.B. die Nachstunden des Wochenendes. Der Bereich sollte Zeiten umfassen, zu denen eine gewisse Gefahr besteht bspw. nach ein paar Bierchen eine peinliche Mail zu versenden. Möchte man nun innerhalb dieser Zeiten eine Mail versenden, liefert Goggles fünf Rechenaufgaben, die in einer bestimmten Zeit gelöst werden müssen. Gelingt dies nicht, findet auch kein Mailversand statt.
Ob Mail Goggles sinnvoll ist, läßt sich natürlich schwer bezweifeln. Die meisten Nutzer, die noch fähig sind, eine E-Mail zu formulieren, sollten auch fähig sein, ein paar Rechenaufgaben zu lösen. Aber vielleicht nutzt ja so mancher die persönliche Rechenzeit, um die geschriebene Nachricht nochmal zu überdenken. Wer’s braucht…
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