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Herzlich willkommen!

André BräklingDies ist mein Blog, auf dem ich unter anderem über Usability, Development, Webdesign und Kommunikation schreibe.
Zur Zeit steuere ich auf das Ende meines Studiums im Studiengang Technik-Kommunikation an der RWTH Aachen zu und arbeite nebenher als Webentwickler.

Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!

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Neue Aufgabe für Fahr-Info Berlin03

Vergangene Woche bewegte eine kleine iPhone-Applikation die Gemüter. Wie taz.de meldete, verbat die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) dem Studenten Jonas Witt die Nutzung des Streckenplans der BVG für sein Gratisprogramm Fahr-Info Berlin (via Basic Thinking). Dank der GPS-Funktion zeigt diese Software dem Nutzer die nächsten Haltestellen und Verbindungsmöglichkeiten zum Wunschziel an, gerne auch mit zugehörigen Fußwegen. Nur auf den passenden Ausschnitt des Streckenplans müssen die Anwender nun verzichten. Aber vielleicht nicht lange, zumindest wenn genügend Freiwillige helfen die Haltestellen zu vermessen.

Bisher wurden die Daten des BVG-Google Maps-Mashups Überbahn genutzt, um die nächstgelegenen Haltestellen zu ermitteln. Jedoch sind dort nur die meisten U-/S-Bahn-, Metrotram- und Metrobushaltestellen verzeichnet, nicht die Bushaltestellen. Aus diesem Grund bietet Jonas Witt nun eine weitere Applikation an, die es den iPhone-Usern erlauben soll, alle 3000 Bushaltestellen in Berlin dank GPS nach und nach zu vermessen. Das Tool ist jedoch nicht über den AppStore verfügbar, sondern muss beim Entwickler angefordert werden. Aber nicht nur Fahr-Info Berlin soll von den gesammelten Daten profitieren, sondern auch OpenStreetMap, ein frei editierbares Kartenprojekt nach dem Wiki-Prinzip.

“Und sonst?” fragt Witt ganz unten auf der Seite zu seinem Tool – und beantwortet die Frage selbst: “Vielleicht kann man damit auch Karten malen.” Damit könnte das Streckplan-Problem bald schon wieder der Vergangenheit angehören. Aber es sollten sich noch ein paar Freiwillige finden, denn die bisherige Statusmeldung (“4 Einsender haben aktuell Koordinaten zu 18 Haltestellen eingesendet.”) sieht noch recht dürftig aus. Ich bin gespannt, wie sich die Idee entwickelt. Im “stationären” Internet ist user-generated Content ja schon recht beliebt, denkt man an Wikipedia, Blogs und natürlich auch OpenStreetMap.

Und die BVG? Die spielt derweil Robin Hood. Das Nutzungsverbot für Witt begründet man laut taz.de mit “Das ist unser Patent, und Apple ist eine der reichsten Firmen der Welt.” Auf den Hinweis, weder Witt noch Apple würden an der Applikation verdienen, sei taz.de gesagt worden, man wolle eine Applikation für alle Handynutzer entwickeln und nicht nur diejenigen, die sich ein iPhone leisten könnten. Achja, außerdem will man sich bei der BVG vor Regressansprüchen schützen, die durch falsche Auskünfte entstehen könnten.

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