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Wer ist der Gute, wer ist der Böse? Eine Frage, die besonders in der IT-Welt häufig diskutiert wird, und die sich meist nicht konkret beantworten lässt, da sich die Antwort zum einen mit der Zeit ändert und zum anderen auch abhängig von der befragten Person ist. Während Microsoft lange Zeit die “Who is evil?”-Liste unangefochten angeführt hat, wird der Platz an der dunklen Sonne immer häufiger an Google vergeben. Aber Apple polarisiert wie kaum ein anderes Unternehmen. Freunde der Produkte mit dem angebissenen Obst verweisen gerne darauf, dass die Produkte chic und innovativ seien, sowie dass sie einfach nur Spaß machen. Doch auch die Gegenseite kann einige gute Argumente, speziell im Zusammenhang mit dem iPhone, für sich verbuchen.
Hier seien einige davon durch heise online-Artikel genannt:
1. Das Vertriebsmodell: Koppelung des iPhones an einen Vertrag – Apples iPhone ab dem 9. November bei T-Mobile Deutschland
2. DRM-Einsatz – Netzbürgerrechtler kritisieren Apple
3. Apple App Store: Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Immerhin wurde die NDA mittlerweile gelockert.
4. Kein Opera fürs iPhone, Zitat:
Im Gespräch mit der New York Times sagte Firmenchef Jon von Tetzchner, das Unternehmen habe zwar damit begonnen, eine Version des Browsers Opera Mini für das iPhone zu portieren, doch habe man das Vorhaben aufgegeben: Denn Apple lasse keine Produkte zu, die mit der eigenen Software konkurrierten.
Also steht den teilweise wirklich gelungenen Produkten eine sehr rigide Geschäftspolitik gegenüber – zumindest bei den neuen Zugpferden des Unternehmens, denn beim Mac ging man ja (sicher hauptsächlich mit dem Ziel Windowsnutzer den Wechsel zu erleichtern) den Weg der Kompatibilität, insbesondere durch den Wechsel auf die Intel-Prozessorarchitektur.
Nun zur Wendung in der Geschichte – Apple 2008 tritt als ein Unternehmen auf, dass den Anschein erweckt nach dem Motto “WIR wissen besser als der Kunde, was gut für ihn ist” zu handeln. Schauen wir nun auf einen Werbespot von 1984 zur Einführung des Mac:
Damit jedem die Einordnung gelingt, sei an dieser Stelle auf den Roman 1984 verwiesen. [1984 als Taschenbuch bei Amazon]
Hintergrund des Spots ist die damalige Marktmacht von IBM, gegen die sich Apple gezielt positionieren wollte. Zwar heben sich die Apple-Produkte auch heute noch klar von der Masse ab, betrachtet man aber die Geschäftspolitik bei iPhone & Co. scheint man sich nicht mehr allzu sehr an die damals ausgegebene Strategie bzw. die damit verknüpfte Attacke gegen die Konkurrenz zu erinnern… viele Kunden aber genausowenig.
Hinweis: Dies ist ein Artikel aus meiner Reihe Wendungen und Wiederholungen der Geschichte.
Weitere Artikel zum Thema: 05.12.2008 - Trackback - Druckversion
Dies ist mein Blog, auf dem ich unter anderem über Usability, Development, Webdesign und Kommunikation schreibe.
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