Pseudowissenschaft monetarisiert

13.01.2009 von André Bräkling
t3n Social News  

Mit Facionic ist ein Anbieter in den Weiten des Netzes aufgetaucht, der auf Basis der Pseudowissenschaft Physiognomik Persönlichkeitsprofile aus Bildern einer Person erstellt. Dazu werden einzelne Merkmale des Gesichtes überprüft und daraus Rückschlüsse auf den Persönlichkeit gezogen. Grundsätzlich ist das natürlich nichts schlimmes – ein netter Dienst, der Menschen, die Wert auf Horoskope oder die unzähligen Persönlichkeitstests legen, Freude bereiten könnte. Wer Geld dafür ausgeben mag, kann dies gerne tun… und genauso kann ein Unternehmen das Konzept nutzen, da sicherlich ein Markt vorhanden ist. Dennoch stört mich etwas an diesem Dienst.

Auf der gesamten Webseite des Anbieters wird dem Leser suggeriert, dass es sich bei der Physiognomik um eine anerkannte Wissenschaft handelt. Zwar wird desöfteren geschickt erwähnt, dass es um die Wirkung auf Mitmenschen gehe (von der auch ich glaube, dass sie sich mit wissenschaftlichen Erfahrungswerten in der Gesellschaft, z.B. dem Schönheitsideal, einschätzen lässt), jedoch konnte ich keine Stelle finden, an der explizit erklärt wird, dass man nicht zwingend von einem Gesicht auf die Persönlichkeit eines Menschen folgern kann. Die gesamte pseudowissenschaftliche Komponente des Dienstes wird geschickt vertuscht. Ganz besonders stört mich, dass in der Hilfe des Angebotes sogar die Analyse der eigenen Kinder indirekt beworben wird.

Nun mag mancher einwerfen, dass es doch die eigene Dummheit der Nutzer sei, wenn sie tatsächlich an einen akzeptierten wissenschaftlichen Hintergrund glauben. Dieses Argument würde ich bei den meisten Wahrsageangeboten u.ä. ziehen lassen, aber die Physiognomik birgt ein enormes Gefahrenpotential, wenn Menschen sie als ernsthafte Wissenschaft akzeptieren. Auf der Seite wird korrekt erwähnt, dass diese “Kunst” bereits von den alten Griechen praktiziert wurde – und genau diese lange Geschichte sollte man sich einmal ansehen, um zu erkennen, welches Problem die Einschätzung eines Menschen nur auf Basis seines Äußeren birgt.

Im 18 Jahrhundert war Johann Caspar Lavater der herausragende Verfechter der Physiognomik. Sein vierbändiges Werk “Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe” war für damalige Verhältnisse ein durchschlagender Erfolg, es kann bei Google Books eingesehen werden. Doch schon damals wurde diese “Wissenschaft” skeptisch betrachtet, so schrieb Lichtenberg 1801:

Wenn die Physiognomik das wird, was Lavater von ihr erwartet, so wird man die Kinder aufhängen, ehe sie die Thaten gethan haben, die den Galgen verdienen.

(Zitiert nach Buser, Remo (1973): Ausdruckspsychologie. Problemgeschichte, Methodik und Systematik der
Ausdruckswissenschaft. München/Basel: Ernst Reinhardt Verlag. S.49)

Das von dort der Weg zur Eugenik der Nationalsozialisten nicht mehr weit ist, sollte recht schnell klar sein. Laut Wikipedia hat sich der US-amerikanische Germanist Richard T. Gray in seiner Arbeit “About face. German physiognomic thought from Lavater to Auschwitz” mit genau dieser Fragestellung befasst.

Doch bevor ich nun zu weit vom Thema abdrifte, möchte ich nun wieder den Bogen zu Facionic schlagen. Natürlich unterstelle ich dem Unternehmen und auch seinen Kunden keinen Rassismus o.ä. – ich verstehe den Dienst wie eingangs erwähnt lediglich als weitere Variante unzähliger, harmloser Persönlichkeitstests. Aber ich möchte an dieser Stelle ganz klar sagen, dass ich den Umgang mit diesem Thema in einer solchen wissenschaftlichen Verpackung nicht nur als unangemessen gutgläubigen Kunden gegenüber, sondern insbesondere als unverantwortlich empfinde. In meinen Augen handelt es sich um ein Produkt, das auch ohne den Versuch die Physiognomik wieder als Wissenschaft salonfähig zu machen, sicherlich genügend Kunden gefunden hätte. Dazu müsste man einfach nur auf eine esoterische statt einer wissenschaftlichen Herangehensweise wechseln.

Bildquelle: Wikipedia (Details)

Weitere Artikel zum Thema:

Kommentare & Trackbacks

» Kommentar schreiben   » Trackback-URL

Florian [www]

Hi André,
Das ist ja noch schlimmer als die Hexe aus NeunLive! ^^
MFG Flo

elishamajesusfan [www]

Danke für den schönen Beitrag!
Ich habe über trnd von FACIONIC gehört.
Siehe: http://express.trnd.com/facionic/

Geldmaschine Internet…

AV679

Hi André,
Dein Beitrag liest sich ganz nett, und der Verweis auf Wikipedia ist auch gut… ABER: Dieser Artikel ist falsch, da er auf dem Wissensstand von ca 1900 stehen geblieben ist. Die Physiognomik hat sich in den letzten 10 Jahren auf einen Stand entwickelt, der nichts mehr mit Lavater und all den anderen zu tun hat. Siehe hierzu die Diskussion, zu Änderung des Artikels. Dann siehst Du, daß die kritische Diskussion aufgrund von Vorurteilen nicht gewünscht wird.

Was stimmt: Physiognomik ist keine Wissenschaft, im Sinne der formalen Bedingungen wie sie in der wissenschaftlichen Welt gesetzt sind. Aber sie ist ein systematisiertes Erfahrungswissen, dass sich über die Jahrhunderte entwickelt hat. Und das ist gemäß dem Beitrag zu “Wissenschaft” bei Wikipedia auch eine Form dessen. ;) )

Zum Thema 3. Reich: Die Physiognomik wertet NICHT. Sie stellt fest und erst der Rahmen einer Situation macht eine Eigenschaft nützlich oder hinderlich. Im übrigen ist nicht alles, was mißbraucht wurde, deswegen an sich schlecht…..

In diesem Sinne…. der kritische Blick ist immer willkommen, aber er verlangt auch eine Beschäftigung mit dem Thema und nicht nur blindes Vertrauen auf Wikipedia.

André Bräkling [www]

Hallo AV679,

erstmal “Danke” für Deinen Kommentar. Ich freue mich, wenn meine Beiträge nicht nur abgenickt werden, sondern auch zu einer kritischen Diskussion führen können. Deshalb hoffe ich auch, dass Du hier nicht nur Deine Meinung “abgeladen” hast, sondern dass Du auch wiederkommst, um uns eine solche Diskussion zu ermöglich. Es würde mich sehr freuen!

Zunächst einmal kann ich Dich beruhigen: Auch wenn vielleicht durch die vielen Verweise auf die Wikipedia suggeriert wird, dass sich meine Position aus dieser ableiten lässt, so ist dieser Eindruck falsch. Ich halte die Wikipedia zwar für praktisch, z.B. für einen ersten Einstieg in ein Thema und für die Quellensuche, betrachte sie selbst aber nicht als grundsätzlich verwertbare Quelle (siehe hier). Deshalb sind die Links nur als Angebote zur Vertiefung zu verstehen, nicht als Quellennachweise (mit Ausnahme des Verweises auf Gray). In das Thema habe ich mich vergangenen Sommer im Rahmen eines Referates in einem Hauptseminar eingearbeitet.

Nun zu Deiner Verteidigung der Physiognomik als “systematisiertes Erfahrungswissen”. In der vorliegenden Form kann man solches “Erfahrungswissen” zwar als Grundstein der Physiognomik bezeichnen, jedoch fußt dieses Wissen nicht auf wissenschaftlichen Methoden. Unter systematisiertem Erfahrungswissen im wissenschaftlichen Sinne verstehe ich empirische Studien. Diese setzen jedoch voraus, dass sich das Ergebnis mit nur vernachlässigbaren Abweichungen wiederholen lässt (ggf. natürlich unter der Voraussetzung der Zeitnähe). In der Physiognomik wird nun versucht, anhand solcher Studien einen Beleg zu finden, dass Eigenschaft X mit Gesichtsmerkmal Y in einem direkten Zusammenhang steht. Dabei wird u.a. vollkommen ignoriert, dass sich eine solche Beziehung durch bisher nicht falsifizierte wissenschaftliche Erkenntnisse selbst falsifizieren lässt. So ist mittlerweile bekannt, dass insbesondere soziale Eigenschaften durch das soziale Umfeld geprägt werden. Hinzu kommt, dass auf der anderen Seite das Aussehen nicht nur genetisch, sondern auch durch die Lebensumstände beeinflusst wird. Ein kausaler Zusammenhang ist hier nur pseudowissenschaftlich herstellbar, nicht jedoch durch wiederholbare Untersuchungen.

Die Physiognomik zieht hier seinen Kopf geschickt aus der Schlinge: Es handelt sich ja nur um Grundanlagen, natürlich könne eine solche durch das Umfeld unterdrückt oder gefördert werden (weshalb eine solche Untersuchung bei Kindern ja auch eine ganz tolle Sache sei). Aber gerade dieses “Alles kann, nichts muss” macht die Physiognomik zum Hokuspokus. Sagt mir ein Horoskop Geldprobleme für den kommenden Monat voraus und ich beschwere mich beim Autor, dass diese nicht eingetreten seien, würde dieser mir z.B. auch erzählen, ich sei immer noch ein freier Mensch – und durch die hilfreiche Information des Horoskops sei ich sensibilisiert worden, um das Eintreten der negativen Voraussage zu verhindern.

Zum 3. Reich: Ich wollte (und ich hoffe, dass dies im Artikel klar wurde), kein drohendes neues 3. Reich hinaufbeschwören, nur weil jemand Physiognomik “verkauft”. Es ist nur ein Extrembeispiel, das insbesondere Lichtensteins Sorge klar erscheinen lässt. (Übrigens bin ich auch nicht der Meinung, dass alles, was mißbraucht wurde, auch schlecht sei, z.B. ist es für mich unverständlich, dass das schöne lateinische Sprichwort “suum cuique” bzw. “Jedem das Seine” nun aufgrund des Mißbrauchs nicht mehr verwendet werden darf bzw. soll.) Natürlich wertet die Physiognomik nicht, sondern stellt nur die Eigenschaften fest. Deswegen wäre es als Hokuspokus (wie eben Horoskope) auch harmlos, aber die Menschen neigen dazu, diese Erkenntnisse zu bewerten – erst recht, wenn sie in dem Glauben sind, es handele sich um wissenschaftlich fundierte Ergebnisse.

Wir brauchen kein 3. Reich, um uns das Problem klar zu machen. Denke einfach an ein Kind, dessen Eltern sich ein solches Profil bestellen, um anschließend eine Begabung des Kindes auf “Teufel komm’ raus” zu fördern. Ist nun diese angebliche Begabung nicht vorhanden, so kann dies zu ernsthaften Problemen führen, z.B. indem wirkliche Talente nicht beachtet werden.

AV679

;) ) Ich freue mich über die konstruktive Antwort und antworte daher gerne wieder.
3. Reich… haken dran, da sind wir uns einig.

Wissenschaftlichkeit:
Du hast Recht, dass es im klassisch wissenschaftlichen Sinne noch keine Studie oder Beweisführung gibt. Aber ich gebe mit meinem Lieblingsbeispiel eines zu bedenken: Nur weil man um 1300 “wußte” dass die Erde eine Scheibe war, stimmte es nicht. Der gedankliche Fehler liegt darin, den heutigen Wissensstand als absolut zu setzen und alles bisher nicht-bewiesene als falsch zu bezeichnen. Daher sage ich ausdrücklich: JA, der Beweis ist formal noch nicht erbracht, aber jede einzelne Analyse auf Basis der PP “beweist” die Richtigkeit. Aber eben bisher nur in der Anwendung.
Du siehst, ich bin in klarer Pro-PP-Position. Aber nur weil ich mich selbst seit 2 Jahren intensiv damit befasse und die Komplexität kenne, die unerlässlich ist, um valide Aussagen machen zu können. Es gibt im PP Umfeld in der Tat eine Menge, was in den Bereich Hokuspokus fällt, weil es nicht genau genug betrieben wird und damit Horoskop Charakter bekommt. Das habe ich selbst erlebt und als “Problem” erkannt. Aber auch das ist ein weiterer Punkt wie sich das Thema qualitativ weiter entwickelt.
Im Übrigen: Der Umgang von Wissenschaftlern untereinander, insbesondere bei konträren Auffassungen läßt mich allzu oft an der Sachorientierung zweifeln, da es sich um reine Statusverteidigung bis hin zu Glaubensdogmen handelt. Daher bin ich bei jedem Wissenschaftler vorsichtig, der neue Themen sofort als Nonsens verteufelt.

Dein Einwand bezüglich der Sozialisation:
Eine durch die PP beschriebene Eigenschaft wirkt natürlich in Abhängigkeit der eigenen Umgebung. Eine bestimmte Anlage (also ein Komplex vieler korrespondierender Einzelmerkmale) wirkt sich in den verschiedenen Umgebungen auch unterschiedlich aus. Aber es läßt sich trotzdem erklären, weil man mittels der PP die Ursache/Wirkung erkennt. Der Ansatz der PP ist, dass erst die Situation entscheidet, wie eine Grundanlage sich auswirkt, aber das kann durch die PP abgeleitet werden.
Ein ganz vereinfachtes Beispiel: Ein schwaches Selbstbewußtsein kann in einer harmonischen Umgebung zu sehr gewissenhaften Arbeitsergebnissen führen (man will ja keine Fehler nachgesagt bekommen) … es kann aber auch genauso gut in einer eher raueren Gegend zu einem gewaltbereiten Angstbeißer führen. Aber diese möglichen Wirkungen können sehr wohl abgeleitet werden.
Damit wird auch klar, dass die PP keine Allwissenheit beansprucht, aber als Instrument das bisher zuverlässigste und vor allem schnellste Verfahren bietet, diese Dinge zu beschreiben. Unabhängig von psychologischen Testverfahren, die alle auf die Antwort des Probanten angewiesen sind.

Letzter Satz bezüglich der Talente bei Kindern:
Ein seriös und gewissenhaft erstelltes Potenzialprofil für ein Kind kann nur förderlich sein. Dass bedeutet nämlich, die wirklichen Talente zu erkennen und dementsprechend die Stärken zu fördern.
Beispiel: Man erkennt eine ausgeprägte Feinmotorik in den Händen/Fingern, mit einem guten Verständnis für Ton, Musik, Farben und einer guten Portion Handlungsimplus mit Geduld. So ein Kind stecke ich nicht in den Fußballverein, weil es Musikunterricht viel eher zu Erfolgserlebnissen kommt.

Aber überehrgeizige Eltern die Ihre eigenen verpaßten Lebensziele an Ihren Kindern ausleben kannst Du nicht der PP anlasten ;) )

In diesem Sinne, ich freue mich auf einen weiteren differenzierten Austausch

André Bräkling [www]

Zunächst zu en Eltern: Der von dir genannte “Überehrgeiz” ist natürlich ein grundsätzliches Problem und somit nicht der Physiognomik anzulasten – ganz klare Sache. Mir liegt es auch wirklich fern, die Physiognomik selbst als “schlecht” oder gar “böse” zu deklarieren, denn meine Kritik richtet sich an den unverantwortlichen Umgang mit eben dieser.

Sicherlich besteht vielleicht die Möglichkeit, dass die Physiognomik irgendwann verifiziert wird (das wäre Aufgabe der Genetik), jedoch sprechen die derzeitigen Erkenntnisse eher für das Gegenteil. Natürlich ist das kein Grund, den aktuellen Stand zum Dogma zu erheben.

Du stützt deine Meinung u.a. auf “Beweise durch Ausprobieren”, sprich auf bisher gute Erfahrungen in der Anwendung. Aber im Zusammenhang mit der Sozialisation erläuterst du eben genau das Prinzip, was mich stört: “Es gilt A – und wenn nicht A gilt, so gibt es ein B, das das Scheitern von A erklärt.” Ich kann (und will) dir natürlich nicht untersagen, dies als schlüssig zu betrachten und darauf deine Akzeptanz zu gründen – aber für mich als Skeptiker ist die Beweiskraft einer solchen “Rückschlußfolgerung” gleich 0.

Mit dem Musiker und dem Fußballer lieferst du eigentlich ein wunderschönes Beispiel: Zwar sieht man sie vielleicht nicht so oft, aber es gibt durchaus filigrane Fußballer, die weniger durch Kraft als durch Technik begeistern (z.B. Cristiano Ronaldo) – ebenso gehört auch zum Musizieren deutlich mehr als passende Finger.

Ich bin zudem der Meinung, dass man ein Kind nach seinen Interessen fördern sollte. Sprich: So sehr das Kind auch für die Musik geeignet sein soll – findet es kein Interesse daran, so sollte man es auch dabei belassen… schon bevor man von einem schädlichen Übereifer der Eltern sprechen kann ;)

AV679

Ok… so langsam kürzen wir es ja ein ;) ) Und dass Du Skeptiker bist, ist sehr willkommen, denn Hurra-Brüller gehen zu euphorisch mit diesem hochkomplexen Thema um. Ich will daher nur zwei Aspekte nochmal aufgreifen, die Du nennst.

Beweisbarkeit:
Welche Erkenntnisse sprechen Deiner Meinung nach eindeutig gegen die Validität der Physiognomik? Dabei gilt allerdings, dass vorausgesetzt ist, dass es sich um eine “richtig” angewendete Physiognomik handelt. Meines Wissens gibt es keine solchen Studien (kann es ja auch nicht ;-) )
Dein Hinweis auf die Genetik ist auch interessant. Denn die Genetik gibt ja scheinbar unser Äußeres vor. Zumindest einen Teil davon. Gleichzeitig gibt die Genetik unsere Grundmuster der Persönlichkeit vor. Könnte ja ein Zusammenhang bestehen… Ein weiterer Gedanke… schau Dir mal http://de.wikipedia.org/wiki/Keimblatt an. Ich nutze ausnahmsweise auch mal WP ;) ) Wenn Du Dir jetzt anschaust, welche Bereiche die einzelnen Keimblättern ausbilden, dann findest Du die Bereiche wieder, die die Grundtypen der Physiognomik ausmachen. Ernährungs-, Bewegungs-, und Empfindungs-Naturell. Da sich diese Keimblätter im Laufe der Schwangerschaft aber nicht gleichmäßig ausbilden, hast Du in der Regel die Dominanz eines oder von zwei Keimblättern, auch wenn man immer alle 3 Komponenten hat… aber eben zu unterschiedlichen Anteilen.
Die Physiognomik macht jetzt nichts anderes, als das weiter ins Detail zu verfolgen und zu beschreiben.
Die Physiognomik steht also keinesfalls im Gegensatz zur Genetik. Diese übrigens ist wissenschaftlich komplett unumstritten, obwohl noch vieles absolut unbekannt ist, da dieser Zweig noch recht jung ist und erstmals ca. 1850 aufkam. Wenn also winzig-kleine spiralförmig aufgerollte Fäden in Kapseln millionenfach in unserem Körper Auskunft über all unsere Veranlagung geben….. warum dann nicht die physische Schlussforgerung dieser Fäden, unser Äußeres?

Sozialisation:
Du wirst mir bestimmt bestätigen können, daß Du Dich in unterschiedlichen Situationen oder in unterschiedlichen Personenkreisen auch unterschiedlich verhälst. Im vertrauten Umfeld anders als in neuen Situationen. In manchen Themen bist Du souverän und sattelfest, andere sind Dir komplett suspekt. Und je nachdem wie man mit Dir umgeht, reagierst Du unterschiedlich.
Ich unterstelle mal, daß Du auf diese sehr sachlich und freundlich geführte Diskussion sehr viel konstruktiver und offener reagierst, als wenn ich jeden anders-Denkenden als Ignoraten und Vollidioten bezeichnen würde und die Gossensprache auspacke. Diese Annahme weiter geführt hieße das, dass Du in der sachlichen Diskussion dabei bleibst, Dich nicht entziehst, Argumente austauschst und mit Interesse neues kennen lernst. Im “Gossen-Fall” würdest Du Dich dem eher entziehen, weil es nicht Dein Niveau wäre…. ich müßte damit rechnen, daß meine Kommentare wegen Pöbelei gelöscht werden.
Und das meine ich… eine Grundveranlagung (intellektuelle Ausrichtung) zeigt sich in unterschiedlichen Situationen auf unterschiedliche Art und Weise. Das heißt, auch wenn ein persönliches Ausweichen aus einer Situation geschieht nicht, weil Du ein Ausweichler wärst, sondern weil es Dir zu blöde wäre.
Ich hoffe, das Beispiel verdeutlicht es etwas besser.

André Bräkling [www]

Nur kurz zur Info: Ich habe dich nicht vergessen, nur im Moment nicht wirklich viel Zeit. Möchte dir aber in Ruhe antworten… denke das ich spätestens Freitag dazu komme :)

AV679

;) ) Keine Hektik… läuft ja nicht weg, ich bin zur Zeit auch eher mit weniger Zeit gesegnet. Aber ich schau einfach ab und zu rein und antworte dann.

Eleanor

Ich habe vor Kurzem aus Neugierde und Interesse eine Facionic-Analyse von mir erstellen lassen. Ich fand das Ergebnis werder besonders positiv noch negativ. In meiner Auswertung fanden sich viele meiner Eigenschaften wieder. Das haben mir auch Freunde und Familie bestätigt. Die Internetseite von Facionic ist sehr professionell gestaltet. Sowohl das Design als auch der Aufbau der Internetseite haben mich positiv angesprochen. Eine umfangreiche Auswertung erhielt ich bereits zwei Tage nach Auftragseingang. Der erste Teil des Auswertungsbogens beschäftigt sich mit der Persönlichkeit. Folgende Unterpunkte wurden angeführt: Veranlagungen, Bedürfnisse und Denkweise. Der zweite Teil befasst sich mit meiner Wirkung und meinem Verhalten in der Gemeinschaft. In diesem Part wird auf folgende Punkte eingegangen: so wirken Sie nach außen, so sprechen Sie mit anderen Menschen und so sind Sie als Teamspieler.
Meiner Meinung sollte man, bevor man so eine Analyse in Betracht zieht, Freunde, Familie und Kollegen nach ihrer Einschätzung zu Charaktereigenschaften befragen.

Josef

Habe auch vor kurzem die Facionic Online Analyse gemacht. Ich war vorher ziemlich skeptisch was das ganze Thema angeht, aber im nachhinein muss ich sagen das doch vieles stimmt was in der Auswertung stand. Ob das jetzt die Methode legitimiert weis ich nicht, jedenfalls funktioniert es bis zu einem gewissen Punkt.

Gerda

Wie wissenschaftlich die Physiognomik tatsächlich ist, darüber lässt sich sicherlich streiten. Ich bin auch eher skeptisch. Die Auswertung meiner Online Analyse hat diese Skepsis auch nicht genommen. Ich denke schon, dass vieles auf mich zutrifft, einiges aber auch nicht. Inwieweit die Methodik für die richtigen Charaktereigenschaften verantworlich ist, möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen.

Hilde

Das ist ja interessant, auch ich habe kürzlich eine Analyse bei Facionic gemacht. Am Anfang war ich auch recht skeptisch, aber man hat ja nichts zu verliehren. Nach zwei Tagen war das Ergebnis da und ich musste es gleich lesen. Danach wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte, viele der genanten Punkte stimmen bestimmt bei anderen bin ich mir nicht so sicher. Generell ist aber zu sagen, dass die Ergebnisse eher eine Tendenz ins Oberlächliche haben als ins Tiefgründige.
Nicht vertreten kann ich aber die Diskussion bezüglich der Verbindung zum dritten Reich. Das ist einfach totaler Schwachsinn, den keiner sagt euch das ihr das ganze Glauben müsst…

mona215

lustig, ich lese immer wieder, dass leute bei facionic am anfang skeptisch waren, dann aber doch vieles stimmte. bei mir war es genau umgekehrt. ich bin vielen sachen gegenüber offen, bzw. auch nicht skeptischer als “wissenschaft”, die angibt, valide zu sein, letztendlich doch aber wieder von der glaubensrichtung derjenigen abhängt, die sie praktizieren. naja egal, wie gesagt, war ich gar nicht skeptisch, aber das ergebnis fand ich, bis auf dass es irgendwie aufregend und lustig war, einfach nicht überzeugend. abgesehen davon, dass die aussagen oberflächlich gehalten sind, hab ich nichts neues über mich gelernt.
außerdem bin ich mir nicht sicher, ob das ding jemals ein mensch in der hand gehabt hat, so wie sich die aussagen widersprechen (teilweise in direkt aufeinander folgenden sätzen).
aber wie gesagt, ein großer spaß war es insgesamt schon.

André Bräkling [www]

Hmmm… danke für eure Kommentare. Frage mich nur, wie ihr plötzlich alle hierherkommt. Ist der Artikel an besonderer Stelle verlinkt worden? Das müsste mir doch eigentlich auffallen.

Oder ist das eine Art virales Marketing?

Enno [www]

Na, da muss man doch nur eins und eins zusammenzählen, um zu erkennen, dass die Firma den Beitrag geentert hat, um sich hier “aus Kundensicht” in ein besseres Licht zu stellen. Hast du mal die IPs verglichen? Würde mich nicht wundern, wenn die ziemlich ähnlich, wenn nicht gar identisch sind…


Kommentar schreiben

Kommentarregeln [In neuem Fenster öffnen]
Kommentare auf Braekling.de per RSS-Feed verfolgen

Dein Kommentar:

 
© 2003-2010 André Bräkling - Icons by Zlwo.com, BlogPerfume.com and famfamfam.com.