Piwik 0.5.5 mit AnonymizeIP-Plugin
20.03.2010 von André BräklingDie Version 0.5.5 der Open Source Analyse-Lösung Piwik ist erschienen und bringt (wie angekündigt) erstmals das AnonymizeIP-Plugin mit. Folglich kann man das Speichern vollständiger IPs nun mit Bordmitteln, statt wie bisher durch einen Eingriff im Code, unterbinden.
Aber vorsicht: Das IP-Problem ist überwiegend ein deutsches Problem und damit für die meisten Piwik-Nutzer belanglos. Aus diesem Grund ist das Plugin nicht automatisch aktiviert, sondern muss erst selbst eingeschaltet werden. Immerhin reicht es aber, diese Einstellung einmalig vorzunehmen, während die Änderung im Code mit jedem Update neu fällig wurde.
Zum Aktivieren klickt ihr einfach oben rechts in eurem Piwik (im Piwik selbst, nicht bei WP-Piwik!) auf Einstellungen und aktiviert das Plugin AnonymizeIP in der Liste:

Um das Plugin zu konfigurieren müsst ihr aber dann doch noch den Code-Editor eurer Wahl hervorkramen. In der Default-Einstellung entfernt Piwik lediglich das letzte Oktett der IP. Dadurch ist die IP z.B. noch für GeoIP zu gebrauchen, aber ob diese kleine Verfremdung den Datenschützern ausreicht, ist unklar. In der Datei
1 | config/global.ini.php |
könnt ihr selbst einstellen, wieviele Oktette verfremdet werden sollen, wenn ihr einfach folgende Zeile sucht und anpasst:
ip_address_mask_length = 1
Für normale IPv4-Adressen könnt ihr Werte zwischen 0 (deaktiviert) und 4 (komplette IP “nullen”) eintragen. Probleme mit dem korrekten Tracking solltet ihr auch bei stark bis ganz verfremdeten IPs nicht haben, da Piwik intern mit einem Hash arbeitet, um Besucher wiederzuerkennen. Siehe dazu auch die Diskussion in den Kommentaren zum Beitrag “Mal wieder: Piwik und anonymisierte IPs”.
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