Bucher (2005): Ist das Internet “ready” für seine Nutzer?

Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um eine Zusammenfassung von:
Hans-Jürgen Bucher. Ist das Internet “ready” für seine Nutzer? Online-Angebote zwischen Gebrauchstauglichkeit und Kommunikationsqualität. In: Jäckel, Michael; Haase, Frank (Hrsg.): In medias res: Herausforderung Informationsgesellschaft*, S. 81–116, 2005. (ISBN 3-935686-97-8)

Usability (Nutzerfreundlichkeit) ist per Norm ISO 9241-11 als Zweck-Mittel-Relation definiert. Es wird demnach gemessen, wie effektiv, effizient und (aus Anwendersicht) zufriedenstellend ein Werkzeug zur Erledigung der ihm bestimmten Aufgabe beiträgt. Diese Definition soll für die Beurteilung von Online-Angeboten um weitere Dimensionen ergänzt werden: Dimension des Gegenstandes (internetspezifische Kriterien), Handlungsdimension (Interaktivität von Internet-Angeboten), soziale Dimension (Online-Nutzung auch sozialer Kontakt mit nicht-anwesenden Partnern) und die kulturelle Dimension (interkulturelle Nutzung des globalen Internet). Continue reading

HTML/CSS-Balkendiagramm – barrierefrei

Balkendiagramm mit TabelleNach meinem gestrigen Artikel Balkendiagramme mit CSS machte mich Thomas darauf aufmerksam, dass die DIV-Sammlung, die hinter dem Diagramm steckt, z.B. für Suchmaschinen oder auch für Screenreader, nicht lesbar sei. Zunächst erwiderte ich, dass dies auch auf Flash- oder JavaScript-Diagramme zutreffen würde, jedoch ergänzte Thomas vollkommen richtig, dass diese aber keinen Kauderwelsch im HTML erzeugen. Also habe ich mich nochmal in Ruhe mit der Sache beschäftigt, um den gestern vorgestellten Code dementsprechend zu optimieren. Continue reading

Balkendiagramme mit CSS

Balkendiagramme mit CSSHinweis: Eine optimierte (da einfacher, kompakter und barrierefrei) Variante mit TABLE findet sich in diesem Artikel.

Möchte man auf einer Webseite Statistiken angemessen aufbereiten, dann kommt man kaum an entsprechenden Grafiken vorbei. Bei einmaligen, statischen Werten können Diagramme natürlich mit einer beliebigen Software erstellt und als Grafiken eingebunden werden. Aber wie geht man mit dynamischen Werten um? Für nur wenige Graphen lohnt es sich meist nicht, eine umfangreiche Bibliothek zur dynamischen Erzeugung einzurichten und sich darin einzuarbeiten. Externe Lösungen, wie z.B die Google Chart API, bergen hingegen eine gewisse Abhängigkeit von einem Drittanbieter. In diesem Tutorial möchte ich deshalb erläutern, wie sich einfache Balkendiagramme problemlos mit CSS umsetzen lassen. Es geht dabei lediglich um die Gestaltung, in einem weiteren Beitrag werde ich dann die dynamische Erzeugung via PHP behandeln. Continue reading

Code-Snippet: XMLHttpRequest

Eine moderne Web-Anwendung kommt heutzutage kaum noch ohne die Möglichkeit aus, Inhalte dynamisch nachzuladen. Die bekannten JavaScript-Frameworks berücksichtigen dies natürlich, aber für eine nachzuladene Kleinigkeit sind solche umfangreiche Lösungen natürlich wie die sprichwörtlichen Kanonen, um auf Spatzen zu schießen. Mittels XMLHttpRequest ist eine dynamische Abfrage aus JavaScript heraus keine Zauberei. Im folgenden Code-Snippet ist eine ganz einfache Beispielanwendung zu sehen. Continue reading

Eigenschaften von Hypertext aus textlinguistischer Sicht

Bei dem folgenden Text handelt es sich um eine Zusammenfassung von:
Angelika Storrer. Was ist “hyper” am Hypertext? In: Kallmeyer, Werner (Hrsg.): Sprache und neue Medien. Jahrbuch des Instituts für deutsche Sprache, S. 222–249, 2000. (ISBN 3-11-016861-8)

Storrer vertritt die Auffassung, dass sich Hypertext mit einigen begrifflichen Differenzierungen an den bestehenden Textbegriff anbinden lässt, wodurch ein neuer Textbegriff überflüssig wird. Nach einigen begriffs- und technikgeschichtlichen Hintergründen stellt sie die drei wichtigsten Merkmale des Hypertextes heraus: Hypertexte sind nicht-linear organisiert, erlauben die Mehrfachkodierung von Daten in verschiedenen Symbolsystemen (Text, Grafik, Video und Audio) und sind grundsätzlich computerverwaltet. Continue reading

Grundgedanken zur Usability

Bildquelle: aboutpixel.de / Workaholic © Bernd BoscoloSie ist mittlerweile eines der großen Schlagworte in der Produktentwicklung: Usability. Egal ob es um Programme, Geräte oder Webseiten geht – der Trend geht dahin, Produkte auf den Nutzer zuzuschneiden, statt umgekehrt. Aber was versteht man genau unter Usability? Wieso ist sie so wichtig? Und was sind die Grundvoraussetzungen guter Usability? Dieser Beitrag soll einen Denkanstoß zur Beantwortung solcher Fragen liefern. Continue reading

Entwurfsmuster: Singleton

Objektorientierung ist in der heutigen Programmierung das “ganz große Ding”. Alles, womit man arbeitet, wird entsprechend durch Klassen abgebildet, die eine gewisse Struktur vorgeben, wiederverwendbar sind und durch Vererbung auch erweitert werden können. Es ist aber nicht immer ratsam, für jede Anwendung eines Konzeptes jeweils ein neues Objekt zu erzeugen. In bestimmten Fällen kann es sogar durchaus sinnvoll sein, aus einer bestimmten Klasse während der Laufzeit nur ein einzelnes Objekt zu erzeugen. Um genau das zu erleichtern, kann man das Singleton-Erzeugungsmuster verwenden. Dieser Beitrag erklärt anhand von PHP5-Beispielen, wie es funktioniert. Continue reading

Werbung: Eine textlinguistische Einstiegshilfe

Eines der Themen in meinen Abschlussprüfungen ist “Werbung” (aus einer textlinguistischen Sichtweise). Da ich dieses mittlerweile abgehakt habe, möchte ich hier einen Einblick in die Zusammenfassung meiner Basisliteratur geben. Weitgehend befassen sich alle Texte mit Werbung in Printmedien, wobei natürlich vieles auch auf Werbung in anderen Medien übertragbar ist, aber teils neu bewertet werden müsste. Continue reading

Gestaltgesetze #5: Geschlossenheit

Gestaltgesetz  Geschlossenheit Beispiel 1Langsam wird es wieder Zeit für einen neuen Teil aus der Reihe über die Gestaltgesetze. Heute beschäftige ich mich mit dem Gesetz der Geschlossenheit, das unsere Wahrnehmung von Elementen basierend auf deren Zusammenschluss zu einer Form beschreibt. Auch hier kann man wieder klare Zusammenhänge zu den bisher erläuterten Gesetzen sehen, insbesondere natürlich zum grundlegenden Gesetz der Prägnanz. Continue reading